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Was gehört auf eine Hochzeitswebsite? Die komplette Checkliste

Was gehört auf eine Hochzeitswebsite? Die komplette Checkliste

7 Min. Lesezeit TrauSeite

Namen, Anfahrt, Ablauf, Dresscode, Zusage, Übernachtung, Geschenke: Punkt für Punkt, was eure Gäste wirklich wissen wollen und wie ihr es formuliert.

Eine gute Hochzeitsseite ersetzt keine Einladung. Sie ersetzt die zwanzig Nachrichten, die sonst in den Wochen vor der Feier bei euch landen: Wo genau ist das? Kann ich parken? Was ziehe ich an? Wer im Zweifel bei euch anruft, hat auf der Seite etwas nicht gefunden. Diese Checkliste geht die Punkte durch, die wirklich gebraucht werden, warum jeder davon hilft und wie ihr ihn so schreibt, dass er keine Rückfrage auslöst.

1. Namen, Datum und die Uhrzeit, die wirklich zählt

Klingt banal, wird aber oft halb gemacht. Auf die Startseite gehören eure beiden Vornamen, das Datum mit Wochentag und Jahr und die Uhrzeit, zu der Gäste da sein sollen. Nicht die Uhrzeit, zu der ihr anfangt. Der Unterschied ist der Grund, warum Leute zu spät kommen.

Formuliert es so, dass klar ist, was von wem erwartet wird:

Samstag, 12. Juni 2027. Freie Trauung um 14:30 Uhr im Garten. Bitte seid ab 14:00 Uhr da, damit wir pünktlich anfangen können.

Wenn ihr in zwei Etappen feiert, also standesamtlich im kleinen Kreis und abends größer, schreibt beides hin und dazu, wer zu welchem Teil eingeladen ist. Sonst rätselt der halbe Verteiler.

2. Der Ort: Adresse, Anfahrt und Parken

Gebt die vollständige Adresse an, und zwar die, die ihr auch ins Navi eingeben würdet. Viele Locations liegen auf einem Hof, an einem See oder in einem Gewerbegebiet, wo die Kartenapp den Pin an die falsche Ecke setzt. Ein Satz dazu spart jedem die Irrfahrt.

  • Parken: Wie viele Plätze gibt es, kostet es etwas, und wo stellt man das Auto ab, wenn der Hof voll ist? Auch: Darf das Auto über Nacht stehen bleiben?
  • Öffentlich: nächster Bahnhof, ungefähre Fahrzeit, ob abends noch etwas fährt.
  • Taxi: eine Nummer eines Unternehmens, das die Gegend bedient. Auf dem Land ist das kein Detail, sondern die halbe Rückreise.
  • Zwei Orte: Wenn Trauung und Feier nicht am selben Platz sind, nennt die Entfernung in Minuten und ob es einen Shuttle gibt, mit Abfahrtszeit.

Wenn der Weg vom Parkplatz über Wiese oder Kies führt, schreibt es dazu. Gäste mit hohen Absätzen oder Rollator planen dann anders.

3. Der Ablauf des Tages

Kein Minutenplan, aber ein grober Rahmen. Gäste planen daran den Babysitter, die Rückfahrt und ob sie zwischendurch ins Hotel können. Sechs bis acht Punkte reichen völlig.

  1. 14:00 Uhr Ankommen
  2. 14:30 Uhr Trauung
  3. 15:30 Uhr Sektempfang und Fotos
  4. 17:30 Uhr Dinner
  5. 20:30 Uhr Eröffnungstanz
  6. 22:00 Uhr Mitternachtssnack und Party
  7. Open End, letzter Shuttle um 01:00 Uhr

Ein Punkt, der oft fehlt und viel Unruhe spart: Wann gibt es das erste Mal richtig zu essen? Wer um 14 Uhr in der Kirche sitzt und erst um 19 Uhr das Hauptgericht bekommt, hätte das gern vorher gewusst. Den Ablaufplan könnt ihr bei TrauSeite auch in einer Druckansicht ausgeben, für die Menschen in eurer Familie, die Papier lieber mögen als Displays.

4. Dresscode, konkret statt in Codewörtern

"Festlich" heißt für jeden etwas anderes. Übersetzt den Dresscode in Kleidungsstücke, dann trifft es jeder:

Dresscode: festlich. Für die Herren Anzug, Krawatte gern, muss aber nicht. Für die Damen Kleid oder Hosenanzug. Wir feiern im Garten auf Rasen, feste Absätze sind die bessere Wahl. Abends wird es frisch, denkt an eine Jacke.

Dazu gehört auch, was ihr nicht möchtet. Wenn Weiß den Bräuten vorbehalten bleiben soll oder ihr eine Farbpalette für die Trauzeugen habt, steht das hier und nirgendwo sonst. Und wenn es keinen Dresscode gibt, schreibt genau das hin. "Zieht an, worin ihr euch wohlfühlt" ist eine Ansage, Schweigen nicht.

5. Die Zusage: ein Formular statt zehn Kanälen

Der wichtigste funktionale Teil der Seite. Ohne feste Frist kommen die letzten Antworten in der Woche vor der Hochzeit, und genau dann braucht die Location eure Zahlen. Nennt ein Datum und sagt kurz, warum es das gibt.

Ein Formular sollte diese Angaben abfragen: Name pro Person, Zu- oder Absage, Begleitperson mit Namen, Essenswünsche und Allergien, und ob jemand zur Übernachtung bleibt. Wer die Zusagen über ein Online-Formular direkt auf der Hochzeitsseite einsammelt, muss die Antworten nicht aus Chatverläufen zusammensuchen, und jeder Gast bekommt sofort eine Bestätigung.

Nützliche Zusatzfrage, die selten gestellt wird und viel bringt: "Gibt es ein Lied, bei dem ihr garantiert tanzt?" Das ist eure halbe Playlist.

Alles, was hereinkommt, landet in einer Gästeliste mit Gruppen und Essenswünschen, aus der ihr später die Zahlen für Catering und Sitzplan zieht.

6. Übernachtung und Anreise von weiter weg

Gäste, die über 100 Kilometer fahren, entscheiden früh, ob sie bleiben. Gebt ihnen zwei bis vier Optionen in unterschiedlichen Preislagen, jeweils mit Entfernung zur Location.

  • Name des Hotels, ungefährer Preis pro Nacht, Entfernung in Minuten
  • Ob ihr ein Zimmerkontingent habt, unter welchem Stichwort es gebucht wird und bis wann es reserviert ist
  • Alternativen für alle, die es günstiger mögen: Ferienwohnung, Pension, Stellplatz für Camper
  • Wie man morgens zurückkommt, wenn das Auto stehen bleibt

Die Kontingentfrist ist der Punkt, der am häufigsten untergeht. Schreibt sie fett hin, sonst zahlt die Hälfte eurer Gäste den Normalpreis.

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7. Geschenke, ohne dass es unangenehm wird

Die Frage kommt sicher, also beantwortet sie lieber selbst. Zwei bis drei Sätze reichen, freundlich und klar:

Das größte Geschenk ist, dass ihr da seid. Wer uns trotzdem etwas mitgeben möchte: Wir sparen auf unsere Hochzeitsreise nach Schweden und freuen uns über einen Beitrag dazu. Wer lieber etwas Greifbares schenkt, findet in unserer Geschenkeliste ein paar Ideen.

Wenn ihr eine Geschenkeliste führt, verlinkt sie an dieser Stelle, damit nichts doppelt gekauft wird. Und wenn ihr wirklich nichts möchtet, schreibt das als ganzen Satz, nicht als Nebensatz. Sonst bringt die Hälfte doch einen Umschlag mit und fühlt sich unsicher dabei.

8. Kinder: ja oder nein, aber bitte früh

Das ist die Information, die am meisten Ärger vermeidet, wenn sie früh steht, und am meisten verursacht, wenn sie spät kommt. Eltern brauchen Vorlauf für die Betreuung.

Wir feiern ohne Kinder, damit ihr einen Abend für euch habt. Wir wissen, dass das Organisation bedeutet, und sind euch dankbar dafür. Ausnahmen sind Stillkinder.

Wenn Kinder dabei sind, schreibt dazu, was es für sie gibt: Betreuung ab wie viel Uhr, Kindermenü, ein Raum zum Schlafen. Das gehört auch in die Abfrage bei der Zusage, inklusive Alter, sonst plant ihr Hochstühle ins Blaue.

9. Wer ist am Tag selbst erreichbar

Ihr seid es nicht. Am Hochzeitstag liegt euer Telefon in einer Tasche, die niemand findet. Nennt deshalb eine oder zwei Personen mit Namen und Handynummer, die für Rückfragen da sind: Trauzeugin, Trauzeuge oder eure Planerin. Dazu ein Satz, der die Erwartung geraderückt:

Am 12. Juni sind wir nicht erreichbar. Bei Fragen oder falls ihr euch verfahrt, ruft bitte Lena an, 0151 ... Sie weiß Bescheid.

Wenn ihr die Nummern nicht öffentlich zeigen möchtet, nutzt den Passwortschutz der Seite oder legt sie in eine Gästegruppe, die nur die Menschen sehen, die sie brauchen.

10. Fotos: sagt, was ihr euch wünscht

Während der Trauung sind Handys der häufigste Grund für Fotos, auf denen ein Display im Bild ist. Wenn ihr das nicht wollt, sagt es vorher auf der Seite, dann muss es niemand vorne ansagen.

Die Trauung ist handyfrei. Legt eure Telefone in den Korb am Eingang und schaut uns einfach an. Danach dürft ihr fotografieren, so viel ihr mögt.

Für den Rest des Tages gehört auf die Seite, wohin die Bilder danach wandern: ein gemeinsames Fotoalbum, das ihr per QR-Code teilt, damit Gäste ihre Aufnahmen dort hochladen statt in fünf verschiedene Gruppen. Schreibt auch dazu, ob ihr Bilder auf Social Media in Ordnung findet oder lieber nicht. Wer das nicht klärt, ärgert sich am Sonntagmorgen.

Die Checkliste auf einen Blick

  • Namen, Datum mit Wochentag, Ankunftszeit
  • Vollständige Adresse plus Hinweis, wenn das Navi danebenliegt
  • Parken, öffentliche Anbindung, Taxinummer, Shuttle
  • Grober Ablauf mit dem Zeitpunkt der ersten richtigen Mahlzeit
  • Dresscode in Kleidungsstücken, samt Untergrund und Wetter
  • Zusageformular mit Frist, Begleitung, Essenswünschen und Allergien
  • Übernachtung in zwei bis drei Preislagen, Kontingent und Frist
  • Ein klarer Satz zu Geschenken
  • Kinder ja oder nein, mit Betreuung und Alter
  • Ansprechperson mit Handynummer für den Tag selbst
  • Fotoregeln und der Ort, an dem die Bilder landen
  • Checkliste, Budget und Sitzplan für euch selbst, nicht für Gäste sichtbar

Was ihr getrost weglassen könnt: eure komplette Liebesgeschichte in zwölf Kapiteln, ein Countdown, der zwei Jahre läuft, und jede Seite, die ihr nach der Hochzeit nicht mehr ansehen würdet. Eine Seite, die Fragen beantwortet, ist mehr wert als eine, die beeindrucken will.

In welcher Reihenfolge ihr es aufbaut

Fangt mit Block eins bis drei an, also Namen, Ort und Ablauf. Damit könnt ihr die Seite schon teilen, sobald das Datum steht. Dresscode, Übernachtung und Geschenke kommen dazu, wenn die Details feststehen, und das Zusageformular schaltet ihr frei, sobald ihr wisst, bis wann ihr die Zahlen braucht. Wenn ihr sehen wollt, wie andere Paare das gegliedert haben, helfen ein paar fertige Beispielseiten mehr als jede Theorie.

Der Rest ist Geduld: Erinnert zwei Wochen vor der Frist noch einmal an die Zusage, und ergänzt die Seite ruhig weiter. Sie darf wachsen.

Wenn ihr die Punkte dieser Liste in einer fertigen Struktur haben möchtet, statt sie von Null zu bauen, könnt ihr eure Seite bei TrauSeite anlegen und die Blöcke einfach mit euren Angaben füllen. Sieben Tage kostenlos testen, danach 99 € einmalig, kein Abo.

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